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Dauer-Blutspender: Mit 125 ist noch lange nicht Schluss

Nordkurier 03.05.2018 Der DRK-Kreisverband Güstrow und das Institut für Transfusionsmedizin Rostock zeichneten jetzt langjährige Blutspender aus.

Reinhard Frankenstein (links), Präsident des DRK-Kreisverbandes Güstrow, und Dr. Kirstin Stüpmann vom Institut für Transfusionsmedizin Rostock ehrten den Teterower Gerd Neumann (2. v. l.) und Rainer Seefried aus Groß Wüstenfelde für 125 Blutspenden.

Güstrow/Teterow. Als „kleine Helden des Alltags“ bezeichnete Hilmar Fischer die 99 Blutspender, die in diesem Jahr durch den DRK-Kreisverband Güstrow geehrt wurden. Der Leiter Vereinsarbeit war sich des in lationären Gebrauchs dieses Begriffs durchaus bewusst. „Aber Sie retten tatsächlich Leben, weil Blut eine der wichtigen Sachen ist, die wir nicht künstlich herstellen können“, begründete Fischer. Zur Ehrung eingeladen hatten das DRK und das Rostocker Institut für Transfusionsmedizin diejenigen Spender, die es auf 25, 50, 75 oder 100 Termine gebracht hatten.
Sogar 125 Blutspenden haben Gerd Neumann aus Teterow und Rainer Seefried aus Groß Wüstenfelde in ihrem Spenderausweis stehen. Die beiden Männer spielten schon gemeinsam in Teterower Fußballmannschaften und haben über viele Jahre Blut gespendet. „Wenn es klappt und ich gesund bin, versuche ich schon, sechsmal im Jahr zu spenden“, sagt Rainer Seefried und schaut in seinen Terminkalender. „Das nächste Mal bin ich am 7. Mai an der Reihe“, bestätigt er. Männer dürfen innerhalb eines Jahres sechsmal, Frauen viermal Blut spenden. Gerd Neumann kann sich noch an sein „erstes Mal“ vor fast 40 Jahren erinnern. „Ich war Lehrling und sah einen Aufruf zum Blutspenden in der Berufsschule. Mich hat überzeugt, dass ich auf diese Weise anderen Menschen helfen kann und so bin ich dabeigeblieben“, erzählt er. Heute entwickle sich das schon fast ein bisschen wie ein sportlicher Wettbewerb, fügt er mit einem schmunzelnden Blick auf seinen früheren Fußballkameraden an.
Als junge Frau in der Ausbildung f and auch Monika Tschritter den Weg zur Blutspende. „Ich habe dann wegen der Kinder pausiert, aber bin zurückgekehrt“, sagt die Güstrowerin. Nach jedem Termin fühle sie sich richtig gut, sagt sie. Sowohl in dem Bewusstsein, etwas Gutes getan zu haben, aber auch körperlich gehe es ihr dann besser, versichert sie. Anke Bredow, die für 75 Spenden geehrt wurde, fügt einen weiteren Aspekt hinzu. „Ich helfe anderen, aber ich weiß, dass, wenn mir einmal etwas passiert, auch mir geholfen wird“, sagt sie. Die Lalendorferin erzählt, dass sie vor über 20 Jahren von einer Freundin angesprochen wurde und sie nach Möglichkeit noch immer gemeinsam Spendentermine wahrnehmen. Nach seiner Ehrung für 25 Spenden ergriff Torsten Köpnik spontan das Mikrofon und ermunterte alle Ausgezeichneten, in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis für Blutspenden zu werben. „So machen wir es auch in unserem Bikerverein ‚Grey Bulls‘“, erklärte der Vereinschef.
Etwas Statistik brachte Dr.  Kirstin Stüpmann, die ärztliche Geschäftsführ erin des Instituts für Transfusionsmedizin, in die Runde. 2017 habe es im Bereich des DRK-Kreisverbandes 83 Blutspendentermine gegeben, die von 5941 Spendewilligen wahrgenommen wurden. Verwendet werden die Konserven in den Krankenhäusern der Region, aber auch von ambulant tätigen Ärzten. „Die Blutspender sind das wichtigste Glied in der medizinischen Kette. Ihr Einsatz rettet Leben und garantiert vielen Patienten eine hohe Lebensqualität“, sagte sie auf der Veranstaltung.
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4. Mai 2018 13:53 Uhr. Alter: 21 Tage