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Nach vielen Tücken endlich fertig

Nordkurier 20.04.2018 Die ersten Mieter sind in die altersgerechten Wohnungen in der Nähe des Marktplatzes eingezogen. Für das Rote Kreuz, aber auch für die Stadt Gnoien geht damit eine lange Odyssee zu Ende, die das Grundstück des ehemaligen "Reichspost“- Hotels durchlebt hat.

Bis Mai sollen auch die Außenanlagen am altersgerechten Wohnhaus in der Gnoiener Friedenstraße fertig sein. Fünf Wohnungen sind hier noch zu haben. Foto: T. Bengelsdorf

Gnoien. Was hat es alles schon für Aufregung um diese beiden Hausnummern gegeben: Friedenstraße 52 und 54 in Gnoien. Das ehemalige Hotel „Zur Reichspost“, das auch schon einmal einen Kindergarten, eine Bank iliale, die Heimatstube oder ein Schulungszentrum beherbergte, wurde nach der Wende ver- und gekauft, versteigert, von der Denkmalliste gestrichen und schließlich – abgerissen. Doch auch das war nicht so einfach. Das alte Hotel hatte eine gemeinsame Fundament-Platte mit einem der Nachbarhäuser. Prompt senkten sich dort denn auch die Wände beim Abriss der „Reichspost“ – Baustopp. Aus einem anderen Grund musste der Abriss-Unternehmer gehen. Und schließlich machte noch eine Fledermaus namens Friedbert Probleme, die erst mit großem Aufwand umgesiedelt werden musste.
Doch nun endlich steht das neue Haus und der DRK -Kreisverband Güstrow als Investor und Betreiber des Betreuten Wohnens in der Friedenstraße 52 und 54 hat auch bereits die ersten Mieter begrüßen können. „Das hat länger gedauert als gedacht“, meinte denn auch Karin Jarchow, die Leiterin des DRK Betreuten Wohnens, als sie die ersten Mieter mit kleinen Blumensträußen begrüßte.
Entstanden sind hier 18 W ohnungen mit einer Größe zwischen 49 und 77 Quadratmetern. Hinzu kommt im Erdgeschoss eine Begegnungsstätte. Dabei wollte das DRK ursprünglich das alte Hotel-Gebäude erhalten. Doch leider habe es sich nicht geeignet. Desolater Zustand, keine Barrierefreiheit, kein Fahrstuhl, zu viele Treppen, die Fenster zu klein, zählt DRK-Sprecherin Manuela Hamann noch einmal die Gründe für den Abriss auf. Doch schnell seien Architekten gewonnen worden, die halfen, die Wohnraum-Pläne für ältere Gnoiener in einem Neubau umzusetzen. „Viele ältere Menschen möchten noch nicht in ein Seniorenheim ziehen. Sie suchen eine Möglichkeit, sicher, behaglich und mit vielfältigen sozialen Kontakten zu wohnen. Das Projekt ,Betreutes Seniorenwohnen am Markt‘ bietet ihnen Aussicht, den Lebensabend selbstständig im angestammten Wohngebiet zu verbringen“, erklärt die DRK-Sprecherin.
Insgesamt seien 2,9 Millionen Euro in den Bau und die Außenanlagen investiert worden. 436.000 Euro konnte das DRK an Fördermitteln einwerben.
Doch: Obwohl nun alles länger gedauert hat als gedacht , sind derzeit noch fünf Wohnungen zu haben, wie Manuela Hamann am Donnerstag berichtete und zugleich einräumte, dass die Mieten auch nicht ganz billig ausfallen. Für das betreute Wohnen habe das DRK immerhin eine Vielzahl von Auflagen erfüllen müssen.

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t.bengelsdorf@nor dkurier.de

21. April 2018 10:40 Uhr. Alter: 182 Tage